SO KOMMST DU ZU DEINER CORONA ERWERBSAUSFALL-ENTSCHÄDIGUNG

Wegen der Corona-Krise haben Selbständigerwerbende Anspruch auf eine Entschädigung für den erlittenen Erwerbsausfall. Doch Tausende werden mit lächerlichen Beträgen abgespeist, die mit dem realen Einkommensausfall wenig zu tun haben. «Kassensturz» zeigt: Dieses Vorgehen des Bundes ist nicht nur unfair, sondern auch widerrechtlich.

 
 

DIE EVENTBRANCHE &
DIE CORONAKRIESE:
FIRST IN / LAST OUT!

Was für unsere deutschen Kollegen gilt, trifft auch hier in der Schweiz zu. Die Veranstaltungswirtschaft wurde von der Corona-Krise als erste getroffen (FIRTST IN) und wird als letzte wieder aus der Krise kommen (LAST OUT). Diese Prognose-Kurve zeigt das Dilemma und die besondere Betroffenheit.
(Quelle: https://jetzt-sonst.de/fakten)

 
 

FIRST IN / LAST OUT

covid1pngBereits anfangs Februar 2020, lange vor dem Bundesratsentscheid vom 28.02.2020, dass Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen verboten werden, kamen die Absagen für grosse und mittlere Veranstaltungen rein.
Als eine der ersten Branchen, die von der Kriese wirtschaftlich betroffen ist, werden es leider auch wir sein, die  als letzter Sektor wieder arbeiten dürfen. Eine allfällige verbesserung kann erst 2021 erwartet werden.
Bis zum 16. September 2020 erhalten direkt und indirektbetroffene, selbständig Erwerbende weiterhin eine Corona Erwerbsausfallsentschädigung. Ab Ende September mussen diese aber erneut einen Antrag auf Erwerbsersatz stellen. Die Massnahmen sind bis ende 2021 geplant.
 

WIE WEITER?

1jpgFür mich als selbständige Einzelfirma im Bereich der Eventtechnik sieht es derzeit düster aus. Ein Antrag für eine Corona-Erwerbsausfallsentschädigung wurde frühzeitig eingereicht, die Höhe der Entschädigung deckte aber kaum die Rechnung der Krankenkasse. Die Berechnungsgrundlage der AHV scheint Systembedingt fehlerhaft. Nachdem der Bundesrat am TV die Berechnung der Entschädigung erklärt hatte, wurden im Anschluss die Grundlage hinter verschlossenen Türen verfeinert und geändert. Gemäss Kreisschreiben der BSV, war zur Berechnung lediglich die Höhe der vom Antragsteller eingereichten Voraussagen und Schätzungen für die Akontobeiträge relevant. Wer keine Angaben zu Akontozahlung gemacht hat, bekam gar einen Bescheid mit 0 CHF. Wer sich also nicht einschätzen mochte oder konnte(!) oder wie ich vorerst nur das Minimum oder einen tiefen Betrag Quartalsweise in die AHV einzahlt, geht leer aus! Ein Erfahrungswert geleisteter Zahlungen der letzten Jahre oder eine Eingereichte Bilanz wurde bis zum 19.05.2020 nicht berücksichtigt!
Mittlerweilen  haben sich die Ausgleichskassen der Situation angepasst und ziehen nun jeweils die aktuellste Beitragsverfügung zur Berechnung hinzu. In meinem Fall, die Steuerveranlagung 2019.
 
Mein früher Erstes, heute zweites Standbein, ist die Grafik. Als Grafiker EFZ und Mitglied der SGD Swiss Graphic Designers habe ich seit Anfang des Jahres 2020 vermehrt Aquise im Bereich Grafik getätigt. Das Auftragsvolumen ist aber seit dem Pandemiestart um 80% eingebrochen. Ich möchte versuchen alles in meiner Macht stehende zu tun, um nicht dem Staat oder dem Kanton auf der Tasche zu liegen. Deswegen ergeht hier der Apell raus an Jene, die Ihre grafischen Bedürftnisse zurück gestellt haben:

"Lasst uns weiter arbeiten - wir sind auch während der Pandemie für Euch da und layouten weiterhin Eure Medien, erstellen Drucksachen wie Visitenkarten, Flyer oder kreieren Onlinegrafiken und machen Redesigns eurer Firmen-Logos und vieles mehr."